





Ein toller Spruch. So wirbt ein Radiosender in Western Cape. Dieser Spruch wurde zum Ranning Gag auf unseren Wochenendausflug.
Um 9 Uhr samstags klingelt mein Handy. Christian (ein angehender Bio-Sport-Lehrer) ruft an: „Anna und Judith (weitere Praktikanten) wollen zum Cape Agulhas fahren. Wollen wir da mit fahren?“ „Wann?“ „Jetzt!“ – uii. Ok, schnell duschen, Sachenpacken und los. Keine Viertel Stunde ist seit dem Anruf vergangen und ich sitze bei den anderen im Auto.
Roadtrip…
Unser Weg führte über Hermanus nach Kelders. Hermanus ist bekannt durch sein jährliches Wahle Festival, welches nächstes Wochenende stattfindet. Die Wale waren trotzdem schon da… In Kelders, eine kleines Dorf, tranken wir einen Kaffe. Natürlich wieder mit Meeresblick.
Die Straßen wurden immer ländlicher und es kamen nur in 15minütigen Abständen Autos einen entgegen. Zahlreiche Straußen-, Scharfe- und Rinderherden rauschten bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 80 km/h an uns vorbei. Das ist Afrika. Traumhaft schön.
Unser nächstes Ziel war dann der südlichste Punkt Afrikas. Cape Agulhas. Dort wo Indischer und Atlantischer Ozean aufeinander stoßen.
Viele nehmen ja an, das der Kap der guten Hoffnung der südlichste Punkt sei, ist aber nicht so. Es liegen ganze 29 Minuten zwischen den beiden Orten. (Cape Agulhas // 34° 50’ und Cape of Good Hope // 34° 21’)
Nach einem kleinen Fotoshooting passiert dann natürlich das übliche… Jeder der mich besser kennt, weiß was nun kommt: Meine Batterien sind leer. Sechs Wechselbatterien mit genommen und alle haben sich wohl durch den Flug entladen. Na ja. So musste ich halt auf leichter Sparflamme mit einem halbleeren Paar auskommen. An ein Aufladegerät denkt man ja auch nicht… Typisch #ich#.
Nach einem Strandspaziergang zwischen den beiden Ozeanen fuhren wir zum Backpacker. Wir waren die einzigen dort. Der Backpacker war echt lustig. Super farbenfroh und chillig. In der Küche haben wir uns Spaghetti mit Käsesauce und Salat gemacht. Bei einem gemütlichen Glas Wein vor dem Lagerfeuer ging dann auch dieser schöne Tag vorbei.
Morgens ging es dann um halb neun mit dem Auto weiter. In Arniston (Waenhuiskrans) machten wir das erste Mal halt. In der Nähe des kleinen Fischerdorfes gab es Grotten und Sanddühnen. Das hat ein Gaudi gemacht. Vom höchsten Punkt der Düne nach unten rennen. Genial.
Unsere Trip setzte sich dann ins De Hoop Nature Reserve fort. Dort gab es wieder weiße Sanddünen, die von weiten schneebedeckte Berggipfeln ähnelten. Das Wasser war kristal klar und wunderschön blau. Die kleinen Buchten sahen wie aus der Raffaello-Werbung aus. Unbeschreiblich. Jedoch ist das Wasser nicht so warm, wie es aussieht. Trotzdem, ich war im Indischen Ozean baden… Wahle gab es übrigens auch wieder. Man musste nicht mal suchen, so viele haben sich in Küstennähe aufgehalten.
Die Tour endete dann mit der knappen drei einhalbstündigen Rückfahrten nach Kapstadt und im Radio wieder: „You don’t have to be spanish.“
PS: Abends wollte ich dann noch meine Batterien laden, toll – bei der einzigsten Steckdose in meinem Zimmer ist die Sicherung durch den Ölradiator rausgeflogen… (Da ist dann wohl die Energie raus…^^)