Juni 2008


Bei euch ist wohl gerade ‘Afrika’ ein beliebter Werbeaufhänger…

60 days to go…

Oh je, in zwei Monaten ist SIE um. SIE, die tolle Zeit. Leider.

Aber bis dahin ist es ja noch eine Weile und ab Morgen sind dann auch erstmal wieder Ferien. (Jeah, vier Wochen Winterferien…)

PS: Die genauen Daten lauten, Ankunft in Berlin Tegel am 19. August um 11:40 Uhr…

Kurz und versteckt sind die Aufklärungsspots im Radio. Neben der Musik, den Nachrichten und Verkehrsinfos wird wahre Aufklärungsarbeit im Radio geleistet.

Heute hörte ich: „Wie man sicher mit Feuer umgeht.“
Kerzen nicht auf eine brennbare Oberfläche stellen. Am besten macht sich Sand, dann steht die Kerze auch gleich fest und sicher. Immer ein Wasserkanister in der Nähe haben, wenn man mit offenem Feuer kocht …

Für uns schon banale Sachen werden hier thematisiert. Find ich richtig gut. Auch immer gern genommen: „Kauft Energiesparlampen.“ oder „Wenn ihr euren Nachbarn in Tableview und Rondebosch (Stadtteile Kapstadts) heute Nachmittag noch Elektrizität gönnt, dann schaltet eure Heater aus…“ Im Sommer kam der gleiche Spruch, bloß das der Heater mit der Klimaanlage ersetz wurde^^

Des Weiteren werden Verkehrsnachrichten nicht nur für Kapstadt bekanntgegeben, sondern für ganz Südafrika. Das zeigt zum einen, dass die meisten Radiosender landesweit ausgestrahlt werden und zum anderen, dass es mehr Ampelausfälle in einer Stadt gibt, als Unfälle. In Deutschland könnte man in der gleichen Zeit alleine nur die Blitzer von aus Berlin aufzählen…

Es herrscht hier eben ein geordnetes Chaos…

Ein langes Wochenende steht vor der Tür. Was macht man also: Roadtrip.
Steffi und Tasja ‘wollten’ ja noch den welthöchsten Bungy Jump machen und ich wollte noch unbedingt einmal in Jeffreys Bay surfen. Gesprungen bin ich ja schon, also guckte ich nur zu, wie die Beiden sich 216m in die Tiefe stürzten. Alleine beim Zuschauen kam der Adrenalin vom vorigen Mal wieder hoch. Wow.
Weiter ging es nach Jeffreys Bay. Auch hier war ich schon, doch lernte ich JBay beim letzten Mal ‘unecht’ kennen. JBay ist neben Hawaii einer der bekanntesten Surf Spots der Welt. Als ich jedoch da war, gab es keine einzige Welle; das Meer war ungewöhnlich ruhig.
Dieses Mal waren dagegen die Bedingungen viel besser. Und es ist wirklich ein genialer Surf Spot. Super Wellen und traumhaftes Wetter. Ok, ohne Neoprenanzug kann man immer noch nicht surfen, aber das Wasser ist trotzdem wesentlich wärmer als in Kapstadt. Ein einmaliges Surferlebnis.

Bild 1 // Die Teilnehmer…
Bild 6 // Erleichterung nach dem Sprung
Bild 7 // Unser Backpacker in Jeffrey Bay
Bild 9 // That’s me… ^^

Tja, Südafrika kann das von sich schon behaupten. Ok, ich muss zwei Abstriche machen. Zum einen ist es schon fast ein dreiviertel Jahr her und zum anderen kommt der Ausruf der Südafrikaner: „Wir sind Weltmeister“ vom Rugby. Die “Springböke”, so wie die Rugbynationalmannschaft genannt wird, bezwangen England im Finale der Rugby WM in Frankreich im Oktober 2007.
Aber in wie weit strahlen die Weltmeister in ihrem nächsten großen Sportfinale als Gastgeber? In letzter Zeit gibt es von Südafrika leider nur negative Schlagzeilen: „Xenophobia“ – ‚Die Angst vor Fremden’ oder auch der ‚Ausländerhass’. Viele Südafrikaner in den Townships (Armenviertel) sehen vor allem die Somalier, Simbabwer und Malawier als Grund dafür an, dass es ihnen selber schlecht geht. „Die Ausländer nehmen uns die Arbeit weg und bringen Gewalt in unser Land.“, so der Mob in den großen Städten. Die FIFA hielt sich nach den Unruhen sehr zurück.
Grund zum Zweifeln gibt es auch meiner Meinung nach nicht, die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika stattfinden zu lassen. Deutschland legte als Gastgeber 2006 ein hohes Niveau vor. Doch wenn man die Lebenseinstellung der Südafrikaner kennen lernen durfte, sieht man der Veranstaltung gelassen entgegen. „Europa hat die Uhr, Afrika die Zeit.“, sagt ein Arbeitskollege von mir immer. In Kapstadt wird für die WM ein neues Stadion gebaut. Das Green-Point-Stadion soll 2009 fertig gestellt sein. Bisher sieht man jedoch nicht viel, viele Gerüste und noch mehr Baukrähne charakterisieren zurzeit das zukünftige Stadion. Es werden aber schon Touren durch Teile des Stadions für Touristen gemacht, mit anschließendem Animationsfilm, wie es in knapp zwei Jahren aussehen soll. Der Architekt des Stadions, Meinhard von Gerkan, ist auch noch sehr gelassen. Er war am Sonntag einer unserer Gäste beim Public Viewing zur UEFA Europameisterschaft an der Deutschen Internationalen Schule Kapstadt.
Meiner Meinung nach sind die Fertigstellung des Stadions und die Unruhen, kleine Probleme. Vielmehr sehe ich in der Verkehrslage Entwicklungspotentiale. Die Straßen sind in einem guten Zustand und die Problemstellen sind mittlerweile Baustellen – doch es gibt keine öffentlichen Verkehrsmittel wie in Deutschland. In Kapstadt gibt es zwar eine Bahn, aber die ist mit einer Regionalbahn zu vergleichen, die keine Haltestation in der Nähe des Stadions hat. Straßenbahn gibt es keine und öffentliche Busse fahren nur sehr bedingt. Was da bleibt, ist Taxifahren. Diese sind zwar für deutsche Verhältnisse sehr preiswert (ca. 80 Cent pro Kilometer), doch ist es schier unmöglich, solche Menschenmassen auf den Zufahrtsstraßen zum Stadion in kurzer Zeit zu transportieren. Des Weiteren ist im Juni/Juli in Südafrika Winter und es ist ab 17:30 Uhr dunkel. Na klar, das Green-Point-Stadion wird Flutlichter haben, aber ist es auf südafrikanischen Straßen bei Dunkelheit für Touristen (und auch Einheimische) sehr gefährlich. Nicht (nur) wegen der Xenophobie, sonden vielmehr wegen den ‚normalen’ Raubüberfällen.
Doch auch das Transportproblem ist lösbar. Aufmerksame und vorsichtige Fussballfans in Südafrika sind auf der sicheren Seite. Die ganzen Erfahrungen würde ich nicht mit Ängsten aufnehmen, sondern vielmehr als Austausch auf einer kulturellen Ebene.
Schade dass ich 2010 nicht mehr hier bin.

>> (Viele Aussagen, die in diesem Text getroffen wurden,
sind subjektive Meinungen des Autors.) <<

Dieser Text erschien in verkürzter Form in der “Märkischen Allgemeinen Zeitung” im Lokalteil Oranienburg.

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Im Rahmen des 125jährigen Jubiläums gab es ein Public Viewing an der DSK. Auf einer Leinwand (5×3m) konnte man die ersten Spiele der Europameisterschaft verfolgen. Für die Kleinen, die noch fußballuninteressiert sind, boten wir ein Kinderkino an. Die Fußballfans konnten dagegen bei Bier und Aelpenmogronen (Schweizer Spezialität aus Nudeln, Kartoffeln, Zwiebeln und viel Käse) die Spiele genießen. Zu jedem Spiel gab es dann auch noch ein Tippspiel. Der Gewinn beim Deutschlandspiel war beispielsweise ein Fußball-WM-Trikot von 2006 mit den originalen Unterschriften der Nationalmannschaft.
(Bei unserem Bürotippspiel mit Wolfgang, Torsten und Sassan liegen alle nach den ersten vier Spielen mit vier Punkten gleich auf.)

Die Stimmung war ausgelassen und es hat Spaß gemacht, obwohl ich dadurch das ganze Wochenende wieder arbeiten durfte. Leider rechneten wir mit etwas mehr Resonanz. In Kapstadt geht man aber nicht mehr so schnell um 20:45 Uhr vor die Tür. Denn A) ist es um diese Uhrzeit schon stocken duster und B) kalt. Diese zwei Faktoren ließen leider die Menschenmengen ausbleiben. Na ja, es war trotzdem ein Erfolg.

Am Sonntag fand dann auch im Vorfeld die DSK 4-Länder Flanke statt. In einem kleinen Fußballturnier traten Eltern, Schüler und Lehrer gegen einander an. Verbunden mit einem Flohmarkt war auch tagsüber ein buntes Treiben…