Sommer Roadtrip


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Nun endlich sind auch die letzten Beiträge zum Roadtrip online. Einfach weiter unten mal schauen…

 

Und was halt noch so übrig geblieben ist.

Spricht für sich…

Weihnachten. Komisch. 28°C. Strand. Überfüllt. Backpacker. Braai. Flip-Flops. Boardshorts. Blacklabel. Pub. Freigetränke. Weihnachtsschmuck. Wieder komisch. Jeep. Ladefläche. Fischstäbchen. Ins Wasser. 1 Minute später. Krokodil. Wow.
25. Dezember. Wieder Strand. Backpackerinhaber. Restetrinken. Er. Sofa. Winterschlaf^^ Kekse. Lecker.

Quasi: Einmalig. Schön.

GGA ist eine Abkürzung und steht für Gods Golden Arce. Es ist ein Projekt mit Kindern aus dem Valley, die dort Unterstützung jeglicher Art bekommen. Meine Trägerorganisation hat in GGA, welches in der Nähe von Durban liegt, auch Freiwillige (16 Stück). Wir besuchten sie und schauten uns ihren Tagesablauf und ihre Lebensverhältnisse an. Die Jugendlichen verrichten Aufgaben unterschiedlichster Art, ob Kinder betreuen, neue Häuser bauen oder allgemeine Hausmeisterarbeiten. Das letztere beinhaltet u.a. täglich den Müll auf einem Feld zu entsorgen und zu verbrennen. Da lässt einen der gesunde Menschenverstand nur schmunzeln…
Die Freiwilligen wohnen in verschiedenen externen Gebäuden und es kommt einen wie Ferienlager vor. Leichte Unordnung mit gemütlichem Charakter und jede Menge Spass sind auf kleinsten Raum vereint. Muss man gesehen haben. Unbeschreibbar.

Silvester verbrachten wir in St. Lucia. Der Backpacker, in dem wir wohnten, gab eine Party mit Dj und wir halfen dem Besitzer mit Getränkeeinkaufen. Ben und Luise spielten abends sogar Barkeeper… 10% der Einnahmen und Tip (Trinkgeld) war ihr Honorar.
Silvester wird aber in St. Lucia auf der Straße gefeiert. Man braait, hört Musik und tanzt auf dem noch warmen Asphalt. Jedoch waren wir durch den Barkeeperjob der Beiden an den Backpacker gebunden und ließ natürlich in unserer Gruppe keine Partystimmung aufkommen, was ich wirklich sehr schade fand. Die Musik des Dj’s gab dem ganzen noch den Rest. Harte elektronische Musik, nicht wirklich mein Fall. Naja, war alles in Allem nicht so der Reißer.

Interessantes Wissen aber noch kurz zum Schluss: Feuerwerke waren strengstens verboten, da St. Lucia in einem Naturschutzgebiet liegt. Bei Missachtung droht Gefängnis. Der Himmel blieb dadurch auch sehr leer, obwohl es einige Einzelgänger von Raketen in den sternklaren Himmel schafften.

In Lesotho, ein kleines Königreich in Südafrika, gibt es keinen Ort, der unter 1000m liegt. In den Gebirgszügen der Drakensbergen befindet sich auch der höchste Berg Südafrikas, der Njesuthi (3410m).

Johann und Ben wollten diesen Berg besteigen und so zog es uns vom 20.12. bis 22.12.2007 nach Lesotho, welches für zwei Nächte als Zwischenlager dienen sollte. Morgens um 5 Uhr fuhren wir los und erreichten gegen 8 Uhr einen Backpacker am Sani Pass, südafrikanischer Seite. Dort ließen wir unser Auto zurück. Bepackt mit den nötigsten Sachen ging es Richtung Lesotho. Die Sonne schien, die Wärme drückte und wir wanderten den Pass hoch. Schnell einen Stempel von den südafrikanischen Behörden in den Pass eintragen lassen und dann waren wir im Niemandsland für 8km. Der Weg ist nur mit einem 4×4 (einem Geländewagen) befahrbar. Die Straße wurde immer steiler und löchriger. Namen wie „the suicid junction“ beschreiben den Weg recht gut. Zu Fuß ging es schleppend voran, besonders das letzte Stück der Strecke hatte es in sich. Der Rücken und die Beine schmerzten und wir waren alle froh, als wir die 24km vom Backpacker bis hoch zur lesothischen Grenze hinter uns hatten. In dem höchsten Pub Südafrikas entspannten wir uns erstmal und genossen die Aussicht.
Die Zeit scheint hier still zu stehen. In unserer Unterkunft gab es nur von 18 bis 22 Uhr Strom, in der Küche nur das nötigste und überall Kerzen. In kleinen runden Steinhütten wohnten die Dorfbewohner und das Leben spielt sich draußen ab. In der Ferne auf einem Hügel sieht man eine Schafherde und hört Kuhglocken. In der Nacht wurde es dann sehr schnell kalt. An einem Lagerfeuer im Pub wärmten wir uns auf. Es gab dort sogar Glühwein. Und das vor Weihnachten, toll.
Am nächsten Morgen starteten dann Johann und Ben. Luise und ich blieben ‘im Lager’ zurück. Ich erkundete alleine die Umgebung und erreichte auch eine Höhe von 3275m. Die Landschaft ist einmalig.
Johann und Ben kamen aufgrund von Hagel und ‘unlieben’ Einwohnern ohne erfolgreicher Gipfelbesteigung frühzeitig zurück. Die Menschen dort sind noch nicht an den Tourismus gewöhnt und die Aufklärungsarbeit ist noch nicht überall vollzogen worden. Die Beiden wurden verfolgt und mit Steinen beworfen. Wie schon gesagt: ‘unlieb’ begrüßt.
Der Tourismus bringt in solchen Regionen Geld und Entwicklung, aber es gibt auch schlechte Seiten. Jedes Kind auf der (einzigsten) Straße dort, begrüßte mich mit den Worten: „Money, money, sweets!“
Den nächsten Tag sind Ben und ich wieder den ganzen Sani Pass runter gelaufen und Johann und Luise ließen sich auf der Ladefläche eines Jeeps runter fahren.

Ein Land der Extreme. Auch sportlich betrachtet.

Ob Sandbording in East London, Quadfahren im Hluhluwee oder natürlich einen Bungee Jump im Tsitsikamma (maz). Auf unserer Tour konnten wir uns schon echt gut vergnügen.

Eine Erfahrung der anderen Art ist das Reiten auf einem Strauß. In Oudtshoorn probierten wir es auf einer Straußen Show Farm aus. Johann hielt es am längsten auf dem Tier aus, sah zwar nicht elegand aus, aber immer hin. Ben und ich stürzten nach den ersten 5m gleich runter. Die Lacher hatten wir definitiv auf unserer Seite.

In Südafrika sollte man nicht alle Straßenschilder vertrauen… (findet den Fehler). Aber wenn an einer Baustelle eine Wartezeit von bis zu 20min steht, vertraut mir, die werden vollkommen ausgereizt.

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