Umgebung Kapstadts


Dieses Wochenende hatten selbst die Wellen in Kapstadt keine Lust etwas zu unternehmen. Sie blieben viel lieber draußen auf dem Meer und genossen die Sonnenstrahlen.
Schade für mich, denn wenn die Wellenvorhersage (lustiges Wort ^^) bei windguru.com zwischen 1.5m und 2.5m liegt, dann ist es suboptimal. 2.5m klingt zwar viel, aber ich habe keine Ahnung, von wo bis wo die das messen, jedenfalls ist das nichts. Man könnte noch nicht einmal Seekrank werden.
Meine bevorzugte Höhe liegt bei 3.0m bis 5.0m, alles was darüber ist, wird interessant und ist dann mehr tauchen als surfen. Erwischt man dann aber doch durch Zufall eine 5.0+ Welle, dann hört das Grinsen den ganzen Tag nicht mehr auf…

Tja, surflos aus dem Wochenende…

Surf-Foto-Shooting in Big Bay.

PS: Danke Torsten^^

Jeden Sonntag vor dem Greenpoint Stadium ist ein Markt für Touris mit Kitsch und noch mehr unverzichtbaren Gegenständen…


Holz. Feuer. Flammen. Löschen. Holz.

Mmh, irgendetwas ist in der Reihe falsch. In der Umgebung Kapstadts hängen an den kuriosesten Stellen Feuerlöscher – Mitten in der Natur an einem Baum auf zwei Meter höhe, zum Beispiel. Doch schaut man genauer hin, dann stutzt man leicht. Holz.

Oder auch die Brücke in der Stadt, die einfach aufhört. Ein Kilometer weiter fängt dann auch wieder eine Straße so spontan an, wie das Gegenstück aufhörte. Es wurde einfach nicht weiter gebaut. Viele Filmunternehmen nehmen aber oft die Straßenteile als Drehort. (Meines Erachtens wurde am Gegenstück der Brücke ‘Stirb Langsam 4.0′ gedreht…)

Und noch eine interessanten Anblick liefern die Bäume an der Strandpromenade in Sea Point. Die Natur kann sich echt gut an die Gegebenheiten, wie ständiger Seewind, anpassen.

Tolle Stadt.

In der letzten Woche war es wieder richtig sommerlich warm. So gefällt mir dann wieder der südafrikanische Winter…

Bild 2  //  Nebel, der vom Atlantik in die Stadt wie ein Teppich zieht. Genialer Anblick.
Bild 3  //  Die Wellen sehen jetzt zwar auf dem Foto sehr klein aus, aber in Wirklichkeit sind die schon an die 3 1/2 Meter hoch. Eigentlich wollte ich dort surfen gehen, doch diese Gewalten muss ich mir nicht antuen. Aber perfektes Wellenbrechen. (Bin dann an einen anderen Surfspot ‘paddeln’ gegangen.)

Fußball EM 2008. Auch in Südafrika guckte man Fußball. Jeden Tag wurden die Spielergebnisse im Radio verkündet und auch seit letztem Monat nimmt die Werbung für die Fußball WM 2010 zunehmend zu.

Wir guckten uns das Spiel in einer Sportbar an der Waterfront an. Das Lokal war echt voll und Stimmung kam durch den gleichmäßigen Anteil von deutschen und spanischen Fans sehr schnell auf. Selbst in unserer Runde war es ausgeglichen: drei tippten für Deutschland und die anderen drei auf Spanien. Der Wetteinsatz? Die Verlierer bezahlen die letzte Runde. Mmh, dumme Idee, denn ich war einer der Deutschlandunterstützer. Egal. Südafrikanisch wurde in der letzten Runde mit einem Springbock* auf die Vizemeister angestoßen.

*Springbock: Pfefferminzlikör mit Amarula, getreu den Farben der Springböcke und der südafrikanischen Rugby-Nationalmannschaft, die auch wieder Springböcke genannt werden.

Kurz und versteckt sind die Aufklärungsspots im Radio. Neben der Musik, den Nachrichten und Verkehrsinfos wird wahre Aufklärungsarbeit im Radio geleistet.

Heute hörte ich: „Wie man sicher mit Feuer umgeht.“
Kerzen nicht auf eine brennbare Oberfläche stellen. Am besten macht sich Sand, dann steht die Kerze auch gleich fest und sicher. Immer ein Wasserkanister in der Nähe haben, wenn man mit offenem Feuer kocht …

Für uns schon banale Sachen werden hier thematisiert. Find ich richtig gut. Auch immer gern genommen: „Kauft Energiesparlampen.“ oder „Wenn ihr euren Nachbarn in Tableview und Rondebosch (Stadtteile Kapstadts) heute Nachmittag noch Elektrizität gönnt, dann schaltet eure Heater aus…“ Im Sommer kam der gleiche Spruch, bloß das der Heater mit der Klimaanlage ersetz wurde^^

Des Weiteren werden Verkehrsnachrichten nicht nur für Kapstadt bekanntgegeben, sondern für ganz Südafrika. Das zeigt zum einen, dass die meisten Radiosender landesweit ausgestrahlt werden und zum anderen, dass es mehr Ampelausfälle in einer Stadt gibt, als Unfälle. In Deutschland könnte man in der gleichen Zeit alleine nur die Blitzer von aus Berlin aufzählen…

Es herrscht hier eben ein geordnetes Chaos…

Tja, Südafrika kann das von sich schon behaupten. Ok, ich muss zwei Abstriche machen. Zum einen ist es schon fast ein dreiviertel Jahr her und zum anderen kommt der Ausruf der Südafrikaner: „Wir sind Weltmeister“ vom Rugby. Die “Springböke”, so wie die Rugbynationalmannschaft genannt wird, bezwangen England im Finale der Rugby WM in Frankreich im Oktober 2007.
Aber in wie weit strahlen die Weltmeister in ihrem nächsten großen Sportfinale als Gastgeber? In letzter Zeit gibt es von Südafrika leider nur negative Schlagzeilen: „Xenophobia“ – ‚Die Angst vor Fremden’ oder auch der ‚Ausländerhass’. Viele Südafrikaner in den Townships (Armenviertel) sehen vor allem die Somalier, Simbabwer und Malawier als Grund dafür an, dass es ihnen selber schlecht geht. „Die Ausländer nehmen uns die Arbeit weg und bringen Gewalt in unser Land.“, so der Mob in den großen Städten. Die FIFA hielt sich nach den Unruhen sehr zurück.
Grund zum Zweifeln gibt es auch meiner Meinung nach nicht, die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika stattfinden zu lassen. Deutschland legte als Gastgeber 2006 ein hohes Niveau vor. Doch wenn man die Lebenseinstellung der Südafrikaner kennen lernen durfte, sieht man der Veranstaltung gelassen entgegen. „Europa hat die Uhr, Afrika die Zeit.“, sagt ein Arbeitskollege von mir immer. In Kapstadt wird für die WM ein neues Stadion gebaut. Das Green-Point-Stadion soll 2009 fertig gestellt sein. Bisher sieht man jedoch nicht viel, viele Gerüste und noch mehr Baukrähne charakterisieren zurzeit das zukünftige Stadion. Es werden aber schon Touren durch Teile des Stadions für Touristen gemacht, mit anschließendem Animationsfilm, wie es in knapp zwei Jahren aussehen soll. Der Architekt des Stadions, Meinhard von Gerkan, ist auch noch sehr gelassen. Er war am Sonntag einer unserer Gäste beim Public Viewing zur UEFA Europameisterschaft an der Deutschen Internationalen Schule Kapstadt.
Meiner Meinung nach sind die Fertigstellung des Stadions und die Unruhen, kleine Probleme. Vielmehr sehe ich in der Verkehrslage Entwicklungspotentiale. Die Straßen sind in einem guten Zustand und die Problemstellen sind mittlerweile Baustellen – doch es gibt keine öffentlichen Verkehrsmittel wie in Deutschland. In Kapstadt gibt es zwar eine Bahn, aber die ist mit einer Regionalbahn zu vergleichen, die keine Haltestation in der Nähe des Stadions hat. Straßenbahn gibt es keine und öffentliche Busse fahren nur sehr bedingt. Was da bleibt, ist Taxifahren. Diese sind zwar für deutsche Verhältnisse sehr preiswert (ca. 80 Cent pro Kilometer), doch ist es schier unmöglich, solche Menschenmassen auf den Zufahrtsstraßen zum Stadion in kurzer Zeit zu transportieren. Des Weiteren ist im Juni/Juli in Südafrika Winter und es ist ab 17:30 Uhr dunkel. Na klar, das Green-Point-Stadion wird Flutlichter haben, aber ist es auf südafrikanischen Straßen bei Dunkelheit für Touristen (und auch Einheimische) sehr gefährlich. Nicht (nur) wegen der Xenophobie, sonden vielmehr wegen den ‚normalen’ Raubüberfällen.
Doch auch das Transportproblem ist lösbar. Aufmerksame und vorsichtige Fussballfans in Südafrika sind auf der sicheren Seite. Die ganzen Erfahrungen würde ich nicht mit Ängsten aufnehmen, sondern vielmehr als Austausch auf einer kulturellen Ebene.
Schade dass ich 2010 nicht mehr hier bin.

>> (Viele Aussagen, die in diesem Text getroffen wurden,
sind subjektive Meinungen des Autors.) <<

Dieser Text erschien in verkürzter Form in der “Märkischen Allgemeinen Zeitung” im Lokalteil Oranienburg.

[weiterlesen]

Ich habe bisher davon noch nichts ‘live’ miterlebt, bzw. bemerkt. Zum Glück. Obwohl ich ja auch nicht einer ‘der Ausländer’ bin, bei denen die Intoleranz liegt…

>> Der Tag – SPIEGEL ONLINE NEWSLETTER vom Samstag, 24. Mai 2008 <<

Kapstadts Polizei kann den Mob nicht stoppen

Karl-Ludwig Günsche, Kapstadt
Plünderungen, Häuser in Flammen, überfüllte Notquartiere: Die beispiellose Gewaltwelle gegen illegale Einwanderer in Südafrika erschüttert jetzt auch Kapstadt. [weiterlesen...]

Am Samstag durfte ich an einem Helikopterrundflug über Kapstadt teilnehmen. Kostenfrei.

Ein Lehrer und ich nahmen die Jubiläumsfestschrift als Anlass, neue Luftaufnahmen für die Schule zu machen. Gesagt, getan. 20 Minuten flogen wir einmal über den Tafelberg, Camps Bay und dem City Bowl…

Das Wetter war ideal und der Rundflug einfach nur genial.

Bild 1 :: Central Business District
Bild 5 :: Staudämme auf dem Tefelberg
Bild 6/7 :: die DSK
Bild 8 :: die Longstreet
Bild 9 :: Bohrinseln werden im kapstädter Hafen wieder hochseetauglich gemacht.

Nächste Seite »